In Halle an der Saale ist ein archäologischer Sensationsfund gelungen: Bei Ausgrabungen stießen Forscher auf fünf Silbermünzen aus der Zeit der Römischen Republik – damit sind die Münzen über 2.000 Jahre alt. Bislang waren in ganz Sachsen-Anhalt lediglich 19 Münzen aus dieser Epoche bekannt, was den neuen Fund besonders bemerkenswert macht. Die Entdeckung wurde unabhängig von zwei Medienquellen, dem MDR und ntv, bestätigt und unterstreicht die wachsende Bedeutung der Region für die historische Forschung.
Die Münzen stammen vermutlich aus dem 1. Jahrhundert vor Christus und wurden bei Bauarbeiten im Stadtgebiet zufällig entdeckt. Experten vermuten, dass sie im Zuge von Handelsbeziehungen oder militärischen Auseinandersetzungen in den germanischen Raum gelangt sind. Der Fundort liegt abseits der bekannten römischen Siedlungsgebiete, was Wissenschaftler vor neue Fragen stellt. „Dieser Fund deutet auf weitreichende Kontakte zwischen römischen und germanischen Gesellschaften hin, die wir bisher unterschätzt haben“, sagte ein Sprecher der Landesarchäologie.
Die fünf Silbermünzen – sogenannte Denare – werden nun zur weiteren Untersuchung ins Landesmuseum für Vorgeschichte nach Halle gebracht, wo sie konserviert und analysiert werden. In Zukunft könnten sie auch öffentlich ausgestellt werden. Der Fund stellt nicht nur einen wertvollen Beitrag zur regionalen Geschichte dar, sondern könnte auch die Vorstellungen über die Reichweite des römischen Einflusses im heutigen Deutschland neu justieren.
Quellen: n-tv – Nachrichten, MDR – Nachrichten