Führerscheinbetrug vor Gericht: Doppelgänger schrieben Prüfungen in Heilbronn

Ein spektakulärer Fall von Führerscheinbetrug beschäftigt seit heute das Landgericht Heilbronn. Mehrere Angeklagte, darunter Fahrschulinhaber, stehen wegen des Vorwurfs der organisierten Betrugsbande vor Gericht.

Systematische Täuschung

Den Ermittlungen zufolge sollen die Beschuldigten über Jahre hinweg ein ausgeklügeltes System entwickelt haben, um theoretische Führerscheinprüfungen zu erschleichen. Dabei wurden laut Anklage gezielt Doppelgänger zu den Prüfungen geschickt, die für die eigentlichen Kandidaten die Tests absolvierten.

Hohe Summen erbeutet

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Bande mehrere hunderttausend Euro mit diesem illegalen Geschäftsmodell eingenommen hat. Die Prüflinge sollen zwischen 1.500 und 5.000 Euro für den „Service“ gezahlt haben. Besonders alarmierend: Einige der so erworbenen Führerscheine sollen bereits im Straßenverkehr genutzt worden sein.

Der Prozess wird voraussichtlich mehrere Wochen dauern. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, drohen den Angeklagten mehrjährige Haftstrafen. Die Behörden prüfen zudem, ob bereits ausgestellte Führerscheine wieder eingezogen werden müssen.

Quellen: Welt Online