Gedenken an rassistischen Anschlag in München: Steinmeier mahnt zur klaren Kante gegen Rassismus

Zehn Jahre nach dem rassistischen Anschlag im Münchner Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) haben Politiker, Hinterbliebene und Bürger am Dienstag der neun getöteten Opfer gedacht. Der Anschlag vom 22. Juli 2016, bei dem ein rechtsextremistisch motivierter Täter gezielt Menschen mit Migrationshintergrund tötete, bleibt ein dunkler Meilenstein deutscher Geschichte. Anlässlich des Gedenktags sprach Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in München eindringlich von der Verantwortung aller Bürger: „Deutschland ist ein Land mit Migrationshintergrund. Begreifen wir es endlich.“

Während einer zentralen Schweigeminute am Abend sollten laut Organisatoren Busse und Bahnen im gesamten Stadtgebiet für eine Minute stillstehen. Steinmeier betonte in seiner Rede, dass solche rassistischen Taten nicht nur Einzelschicksale seien, sondern die gesamte Gesellschaft betreffen. Er forderte „mehr klare Kante“ gegen Rassismus, Antisemitismus und menschenverachtende Ideologien.

Das Gedenken im Herzen Münchens stand unter dem Motto „Erinnern. Handeln. Zusammenhalten.“ Neben Steinmeier nahmen auch Vertreter der Landesregierung sowie Angehörige der Opfer teil. Die Stadt München hat zudem ein neues Mahnmal im OEZ-Bereich angekündigt, das noch in diesem Jahr enthüllt werden soll.

Quellen: ntv – Nachrichten, ARD Tagesschau – Inland, FAZ Online