Legionellenbefall in Berliner Seniorenwohnhaus: Zwei Todesfälle nach Krankenhausaufenthalt

Ein schwerer Legionellenbefall in einem Seniorenwohnhaus in Berlin hat zu mehreren Gesundheitsnotfällen geführt. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, wurden insgesamt fünf Mieter infolge der Kontamination mit Legionellen ins Krankenhaus gebracht. Zwei der betroffenen Senioren erlagen schließlich ihren Erkrankungen, obwohl medizinische Maßnahmen unverzüglich eingeleitet wurden.

Das betroffene Gebäude wird von einer landeseigenen Wohnungsgesellschaft betrieben, was die Angelegenheit auch zu einem Thema der öffentlichen Verantwortung macht. Die genaue Quelle des Befalls wird derzeit von den zuständigen Gesundheitsbehörden untersucht. Legionellen können sich in veralteten oder mangelhaft gewarteten Wasserleitungen und Armaturen ansiedeln, besonders gefährdet sind ältere Menschen mit geschwächtem Immunsystem.

Die Behörden haben inzwischen eine Desinfektionsmaßnahme angeordnet. Zudem wurde eine Untersuchung der gesamten Hygienekonzepte in vergleichbaren Wohnanlagen der Einrichtung angekündigt. Die Vorfälle werfen Fragen nach der Wartung und Modernisierung landeseigener Immobilien auf, insbesondere im Hinblick auf den Schutz besonders vulnerable Gruppen.

Quellen: FAZ Online