Kölner „Tatort“ mit Max Giermann: Satire über öffentlich-rechtliche Selbstzerfleischung

Der Kölner „Tatort“ geht mit seiner neuesten Folge „Showtime“ in die satirische Offensive. Im Mittelpunkt steht diesmal nicht nur das Ermittlerduo Bär und Behrendt, sondern vor allem Gaststar Max Giermann. Der bekannte Imitator spielt einen enthemmten Kinderfernsehonkel, der vor der Kamera lustig, hinter den Kulissen jedoch ein regelrechtes Scheusal ist.

Medienkritik mit Humor

Die Folge, die am Sonntagabend im Ersten ausgestrahlt wird, nimmt den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und dessen interne Konflikte humorvoll aufs Korn. „Es geht um Selbstzerfleischung, Quotenangst und die Absurditäten des Medienbetriebs“, verrät eine Produktionsmitarbeiterin. Giermanns Figur, einstiger Kinderheld, wird in einen Mordfall verwickelt – was den Ermittlern bizarre Einblicke in die TV-Welt beschert.

Drehorte waren unter anderem das WDR-Funkhaus in Köln und verschiedene Locations in der Domstadt. „Der ‚Tatort‘ zeigt Köln mal von einer anderen Seite – nicht nur als Krimi-Kulisse, sondern als Medienmetropole“, so ein Sprecher des Senders.

Lob für Giermanns Performance

Bereits vor der Ausstrahlung gibt es Lob für Giermanns schauspielerische Leistung. „Er bringt diese ambivalente Figur perfekt auf den Punkt – charmant und furchterregend zugleich“, heißt es aus Produktionskreisen. Die Folge soll bewusst überspitzt sein und zum Nachdenken über den Zustand des Fernsehens anregen.

Fans des Kölner „Tatorts“ können sich auf eine Mischung aus Krimi, Comedy und Gesellschaftskritik freuen. Die Dreharbeiten zu den nächsten Folgen mit Bär und Behrendt laufen bereits – wieder mit starkem NRW-Bezug.

Quellen: Spiegel Online – Schlagzeilen