Senat prüft Zentralbank wegen Inflation und Bankenreformen

Der Senat von Nigeria hat die Central Bank of Nigeria (CBN) am Dienstag im Rahmen einer Anhörung intensiv zu ihrer aktuellen Geldpolitik befragt. Der Finanzausschuss des Senats forderte Klarheit über die Strategie der Zentralbank zur Eindämmung der Inflation, die Umsetzung der Banken-Rückkapitalisierung sowie die Reformen am Devisenmarkt. Die Abgeordneten kritisierten, dass die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen, um die Wirtschaftskrise zu bewältigen, und verlangten eine stärkere Ausweitung der Kreditvergabe an kleine und mittlere Unternehmen.

Die Anhörung erfolgte gemäß dem CBN-Gesetz, das den Gouverneur der Zentralbank verpflichtet, dem Parlament zweimal jährlich über die geldpolitischen Maßnahmen zu berichten. Die Senatoren äußerten Besorgnis über die anhaltend hohen Inflationsraten, die weiterhin die Kaufkraft der Bevölkerung unter Druck setzen. Besondere Aufmerksamkeit galt auch den ausländischen Devisenreserven des Landes, deren Stabilität als entscheidend für das Vertrauen in die naira gilt.

Experten sehen in der Parlamentskontrolle einen wichtigen Schritt zur Stärkung der institutionellen Rechenschaftspflicht. Gleichzeitig wird befürchtet, dass politischer Druck auf die unabhängige Zentralbank die geldpolitische Stabilität beeinträchtigen könnte. Die CBN muss nun auf die Anfragen reagieren und ihre Strategie zur wirtschaftlichen Stabilisierung überzeugend darlegen.

Quellen: Premium Times Nigeria, AllAfrica – Latest