Senegals Rosa See erholt sich langsam vier Jahre nach verheerenden Überschwemmungen

Vier Jahre nach den schweren Überschwemmungen, die das Ökosystem des berühmten Lac Rose (Rosa See) in Senegal erheblich beeinträchtigt hatten, zeichnet sich eine vorsichtige Erholung ab. Der See, bekannt für seine einzigartige rosa Färbung, die durch hohe Salzkonzentration und spezielle Algen verursacht wird, war durch extreme Niederschläge und unkontrollierte Wasserzufuhr aus der Umgebung destabilisiert worden.

Umweltschutzorganisationen und lokale Behörden haben seitdem gemeinsam an Maßnahmen zur Stabilisierung des Wasserhaushalts und zum Schutz der biologischen Besonderheiten gearbeitet. Dazu gehörten die Regulierung von Entwässerungswegen, die Reduzierung illegaler Salzabbauaktivitäten sowie die Einführung strengerer Umweltauflagen für die umliegende Industrie.

Erste wissenschaftliche Beobachtungen deuten darauf hin, dass sich die Salzkonzentration langsam wieder normalisiert und die charakteristische Pigmentierung des Wassers zurückkehrt. Zudem wurden Anzeichen für die Wiederansiedlung typischer Mikroorganismen festgestellt, die für die rosafarbene Färbung verantwortlich sind.

Der Lac Rose, der etwa 30 Kilometer östlich von Dakar liegt, ist nicht nur ein bedeutendes Touristenziel, sondern auch eine wichtige Quelle für traditionellen Salzabbau. Die Wiederherstellung des Gleichgewichts ist daher sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich von großer Bedeutung. Experten betonen jedoch, dass der Prozess langfristig angelegt sei und anhaltende Überwachung sowie internationale Unterstützung erfordere.

Quellen: France 24 – Africa