Liberianische Frauen fordern Handeln statt weiterer Dialoge

Einflussreiche Frauenorganisationen in Liberia haben erneut auf die anhaltende Kluft zwischen politischen Versprechungen und der Realität für Frauen im Land hingewiesen. Trotz wiederholter nationaler Dialoge über Geschlechtergleichheit und soziale Gerechtigkeit blieben konkrete Verbesserungen in Bereichen wie Bildung, Gesundheitsversorgung und wirtschaftliche Teilhabe aus. „Wir haben so viele Dialoge erlebt – aber warum bleiben unsere Bedürfnisse ungelöst?“, fragten Aktivistinnen in einer jüngsten Stellungnahme.

Die Frauen kritisieren, dass strukturelle Hindernisse wie mangelnder Zugang zu Landbesitz, Gewalt in der Familie und unzureichende rechtliche Schutzmechanismen weiterhin systematisch ignoriert würden. Obwohl Liberia eine der ersten afrikanischen Nationen war, die eine weibliche Staatschefin hervorbrachte, bleibe die politische und wirtschaftliche Macht weiterhin überwiegend in männlichen Händen. Besonders in ländlichen Regionen würden Frauen oft von Entscheidungsprozessen ausgeschlossen.

Die Forderungen der Frauenbewegung umfassen die konsequente Umsetzung bestehender Gesetze zum Schutz von Frauen, mehr Investitionen in Ausbildung sowie die Stärkung lokaler Frauenräte. Zivilgesellschaftliche Gruppen planen in den kommenden Wochen landesweite Mobilisierungen, um Druck auf die Regierung auszuüben. Ein Sprecher des Ministeriums für Geschlechtergleichheit begrüßte den Dialog, betonte aber begrenzte finanzielle Ressourcen.

Quellen: FrontPageAfrica