Liberia: Höchstrichter bestätigt Neuprozess im Hage-Immobilienfall

Im hochkarätigen Immobilienbetrug-Verfahren gegen den Geschäftsmann Nohad M. Hage hat das liberianische Rechtssystem eine entscheidende Wende genommen. Ein Richter des Supreme Court hat entschieden, einen Einspruch gegen die Aufhebung des ursprünglichen Schuldspruchs abzuweisen. Damit bleibt die Anordnung eines Neuprozesses bestehen, nachdem ein niedrigeres Gericht zuvor das Jury-Urteil für nichtig erklärt hatte.

Der Fall dreht sich um strittige Immobilienansprüche in Monrovia, bei denen Hage vorgeworfen wurde, durch betrügerische Mittel Grundstücke erworben zu haben. Das ursprüngliche Urteil hatte zu einer Verurteilung geführt, wurde jedoch später von einem Berufungsgericht aufgrund von Verfahrensfehlern aufgehoben. Die Staatsanwaltschaft hatte beantragt, diese Entscheidung zu überprüfen, doch der zuständige Supreme Court-Richter lehnte es ab, die Anordnung des Neuprozesses zu stören.

Die Entscheidung unterstreicht die anhaltende Spannung zwischen juristischer Integrität und öffentlichem Druck in hochpolitischen Fällen. Rechtsexperten sehen darin ein Signal, dass die Unabhängigkeit der Justiz in Liberia trotz Herausforderungen gewahrt bleibt. Gleichzeitig warnen Beobachter vor möglichen Verzögerungen, die ein langer Prozess erneut auslösen könnte. Der neue Prozess soll in den nächsten Monaten vor einem Strafgericht in Monrovia beginnen.

Quellen: Liberian Investigator