Simbabwe: Opposition fordert vor Gericht Aufhebung der Verfassungsänderung

Die simbabwische Opposition hat eine juristische Auseinandersetzung mit der Regierung eingeleitet, um die kürzlich verabschiedete Verfassungsänderung Nummer 3 von 2026 gerichtlich für nichtig erklären zu lassen. Vhurande Mahlupeko, Mitglied des Exekutivkomitees der National Constitutional Assembly (NCA), reichte beim Verfassungsgericht einen entsprechenden Antrag ein. Ziel ist es, die Legalität der Verfassungsänderung anzufechten, die unter anderem die Grundlage für die Verlängerung der Amtszeit von Präsident Emmerson Mnangagwa bildet.

Die Verfassungsänderung, die im Juni 2026 verabschiedet wurde, hat in In- und Ausland für Kritik gesorgt. Gegner befürchten, sie diene dazu, dem amtierenden Präsidenten eine längere Amtszeit zu ermöglichen und demokratische Spielräume einzuschränken. Die NCA argumentiert, dass die Änderung ohne ausreichende öffentliche Beteiligung verabschiedet wurde und gegen geltende verfassungsrechtliche Prinzipien verstoße.

Die Entscheidung des Gerichts könnte weitreichende Auswirkungen auf die politische Landschaft Simbabwes haben. Sollte die Klage erfolgreich sein, könnte dies zu einer erheblichen politischen Krise führen oder zumindest eine Neubewertung der verfassungsrechtlichen Entwicklung des Landes nach sich ziehen. Die Regierung hat bislang nicht offiziell auf die Klage reagiert. Beobachter sehen jedoch eine zunehmende Polarisierung zwischen staatlichen Institutionen und zivilgesellschaftlichen Kräften.

Quellen: New Zimbabwe