Tod bei Festnahme in Düsseldorf: Ermittlungen gegen Polizisten und Sanitäter

Bei einem Polizeieinsatz in Düsseldorf ist ein 37-jähriger Mann ums Leben gekommen. Wie Ermittler bestätigten, kann ein Zusammenhang zwischen dem Tod des Mannes und der Art seiner Festnahme – insbesondere der Fixierung in Bauchlage – nicht ausgeschlossen werden. Gegen sechs Polizeibeamte sowie zwei Sanitäter hat die Staatsanwaltschaft nun offiziell Ermittlungen eingeleitet.

Der Vorfall ereignete sich im Stadtteil Düsseldorf-Mitte, als die Polizei den Mann im Rahmen einer Routinekontrolle festnahm. Augenzeugen berichteten von einer längeren Auseinandersetzung, bei der der Mann massiv fixiert wurde. Laut Berichten wurde er für einen längeren Zeitraum in Bauchlage gefesselt, was in der Vergangenheit bereits mehrfach zu schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen oder Todesfällen geführt hat. Die Justiz prüft nun, ob Dienstvorschriften missachtet wurden.

Die Stadt Düsseldorf und die Polizeipräsidiumsleitung betonten, jeder Einsatz werde gründlich aufgearbeitet. „Wir tragen Sorge zur Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger – auch bei polizeilichen Maßnahmen“, hieß es in einer Stellungnahme. Die Gewerkschaft der Polizei äußerte Verständnis für die Ermittlungen, mahnte aber zugleich, keine vorschnellen Schlüsse zu ziehen. Die Angehörigen des Verstorbenen fordern dagegen eine unabhängige Untersuchung.

Quellen: Welt Online