Die nigerianische Regierung hat den Oppositionsführer und ehemaligen Vizepräsidenten Atiku Abubakar scharf angegriffen, nachdem Berichte aufgetaucht waren, er habe über eine Lobbyfirma in Washington einen alten US-gerichtlichen Vermögensfall gegen Präsident Bola Tinubu erneut aktivieren lassen. Der Fall bezieht sich auf ein Zivilverfahren aus den 1990er Jahren, bei dem Tinubu wegen mutmaßlicher Geldwäsche untersucht wurde. Obwohl der Fall nie strafrechtlich verfolgt wurde und als längst abgeschlossen gilt, versucht die Opposition laut Regierungsangaben, ihn für politische Zwecke zu instrumentalisieren.
Ein Sprecher des Präsidialamtes erklärte, Atiku solle „besser im Gefängnis schmoren, wenn man ihn nach chinesischen Maßstäben bewerten würde“, und warf ihm Heuchelei vor. Die Äußerung unterstreicht die zunehmend polarisierte politische Atmosphäre im Vorfeld der nächsten Wahlen.
Gleichzeitig verteidigte die Regierung Tinubus wirtschaftliche Reformen, die unter anderem die Aufhebung der Kraftstoffsubventionen und die Liberalisierung des Devisenmarktes umfassen. In einer separaten Erklärung hieß es, Applaus könne warten – schmerzhafte Entscheidungen seien unvermeidlich, um strukturelle Probleme zu lösen. Die Regierung versicherte, die Maßnahmen würden mittelfristig zu stabilerer Elektrizitätsversorgung und wirtschaftlichem Wachstum führen.
Quellen: AllAfrica – Nigeria, AllAfrica – West Africa