Die liberianische Nationalpolizei (LNP) hat zwei hochrangige Beamte im Zuge von Korruptionsvorwürfen entlassen. Laut einem von The Liberian Investigator eingesehenen Schreiben wurde Saymor Mulbah, Kommandant der Polizeiakademie, fristlos entlassen, nachdem er beschuldigt wurde, einen Geschäftsmann unter dem Vorwand erpresst zu haben, ihm bei der Vergabe eines Liefervertrags für die Akademie behilflich zu sein.
Parallel dazu kündigte Polizeichef Colonel Gregory O. Coleman die Abberufung des stellvertretenden Kommissars für Kriminaldienste an. Dieser habe zugegeben, 10.000 US-Dollar von Verdächtigen im Rahmen der bisher größten Kokain-Ermittlung des Landes erhalten zu haben. Die Summe sei angeblich als Gegenleistung für Einflussnahme auf das Verfahren geflossen.
Die beiden Fälle unterstreichen die anhaltenden Herausforderungen im Bereich der Polizeireform und Korruptionsbekämpfung in Liberia. Die Regierung hatte in den vergangenen Jahren wiederholt Maßnahmen zur Verbesserung der Integrität staatlicher Institutionen angekündigt, doch Einzelfälle wie diese werfen erneut Fragen über die Durchsetzungskraft solcher Initiativen auf.
Quellen: AllAfrica – West Africa, Liberian Investigator