Sudan weist Vorwürfe zu Chemiewaffen zurück und betont OPCW-Verpflichtung

Die sudanesische Regierung hat die jüngsten Äußerungen des US-Außenministeriums zu Vorwürfen über den Einsatz chemischer Waffen im Land scharf zurückgewiesen. Wie das sudanesische Außenministerium in einer offiziellen Erklärung mitteilte, sei die nationale Untersuchungskommission für die Aufklärung zuständig und könne nicht durch internationale Vorwürfe ersetzt werden. Khartoum bekräftigte zugleich seine Verpflichtung zum Chemiewaffenübereinkommen und die Zusammenarbeit mit der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW).

Die US-Regierung hatte kürzlich erklärt, dass die sudanesische nationale Kommission nicht ausreiche, um glaubwürdige Ermittlungen durchzuführen. Diese Haltung sei jedoch „unannehmbar und entbehre jeglicher Grundlage“, so der sudanesische diplomatische Vertreter. Sudan betonte, dass es transparent und im Einklang mit internationalen Standards vorgehe.

Diplomatischer Konflikt im Fokus

Die Debatte um die chemischen Waffen-Vorwürfe tritt vor dem Hintergrund eines weiter angespannten geopolitischen Umfelds. Beobachter sehen in der Reaktion Sudans einen klaren Versuch, die nationale Souveränität zu verteidigen, während internationale Druckgruppen weiterhin unabhängige Untersuchungen fordern. Die OPCW hat bislang keine offizielle Stellungnahme abgegeben.

Quellen: AllAfrica – East Africa