Die simbabwische Bürgerkoalition Sungano YeVanhu hat scharfe Drohungen gegen ihren führenden Sprecher, Pastor Kupa Mtata, als ernsten Angriff auf die verfassungsmäßige Demokratie bezeichnet. Die Gruppe, die sich aktiv gegen die geplante Verfassungsänderung Nummer 3 ausspricht, fordert von der Polizei eine umgehende Untersuchung der Vorfälle, die nach eigenen Angaben gegen mehrere ihrer Aktivisten gerichtet seien.
Mtata, ein bekannter kirchlicher und zivilgesellschaftlicher Akteur, soll in den vergangenen Tagen mehrfach bedroht worden sein, nachdem die Koalition landesweit gegen die von der Regierung unterstützte Verfassungsreform mobilisiert hatte. Die geplante Änderung würde unter anderem die Befugnisse des Präsidenten erweitern und die Unabhängigkeit der Justiz beeinträchtigen, warnen Kritiker.
Die Koalition betont, dass die Drohungen Teil einer systematischen Einschüchterungskampagne gegen Dissens seien. „Solche Handlungen untergraben das Recht auf friedliche Meinungsäußerung und Versammlung“, heißt es in der Erklärung. Internationale Beobachter haben wiederholt auf die zunehmende Einschränkung politischer Freiheiten in Simbabwe hingewiesen, insbesondere im Vorfeld möglicher Wahlen.
Quellen: AllAfrica – Southern Africa