Die kanadische Regierung sieht sich zunehmender Kritik gegenüber, nachdem bekannt wurde, dass Thomson Reuters einen Vertrag mit den US-Einwanderungsbehörden (ICE) geschlossen hat. Der Deal sieht vor, dass ICE 125 Millionen US-Dollar zahlt, um auf die investigative Datenbank von Thomson Reuters zuzugreifen, um angeblichen ‚Einwanderungsbetrug‘ zu identifizieren.
Avi Lewis, der Anführer der Neuen Demokratischen Partei (NDP), hat die Regierung aufgefordert, diesen Vertrag zu blockieren. Er argumentiert, dass die Nutzung persönlicher Daten von Kanadiern durch eine ausländische Behörde inakzeptabel sei und die Privatsphäre der Bürger gefährde. Diese Forderung wirft Fragen zur Datensicherheit und zu den Rechten der Menschen auf, insbesondere in einem Land mit strengen Datenschutzgesetzen.
Die Situation hat eine Debatte über die Grenzen der Zusammenarbeit zwischen Kanada und den USA im Bereich der Einwanderung und der nationalen Sicherheit ausgelöst. Die Diskussion wird durch die zunehmende Besorgnis über den Umgang mit persönlichen Daten in einer digitalisierten Welt angeheizt.
Quellen: The Guardian