Hitzeschutz in Städten: Forscher untersuchen Hitzebelastung in Sachsen-Anhalt

Angesichts zunehmender Hitzewellen untersucht ein Forscherteam der Hochschule Magdeburg-Stendal den Hitzeschutz in sachsen-anhaltinischen Städten. Die sogenannte HILSA-Studie (Hitzeinduzierte Luftqualitäts- und Gesundheitsrisiken in Städten) analysiert, wie sich Temperaturen in verschiedenen Wohnquartieren des Landes entwickeln und welche Maßnahmen bereits wirken. Besonders betroffen sind demnach dicht bebauten Stadtteile mit viel Beton und Asphalt, in denen sich die Luft tagsüber stark aufheizt und nachts kaum abkühlt.

Die Studie konzentriert sich auf ausgewählte Quartiere in Magdeburg, Halle und kleineren Städten im Harz. Mithilfe von Sensoren messen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über mehrere Wochen die Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftqualität. Gleichzeitig fließen Daten zu Bevölkerungsstruktur und Gesundheitsrisiken ein – etwa, wie viele ältere oder chronisch Kranke in den Gebieten leben. Ziel ist es, Handlungsempfehlungen für Kommunen zu geben, etwa zur Begrünung von Innenhöfen, Beschattung von Spielplätzen oder Anpassung von Notfallplänen.

Erste Ergebnisse zeigen, dass einfache Maßnahmen wie mehr Bäume, begrünte Fassaden oder kühlende Oberflächenmaterialien die Belastung deutlich reduzieren können. Die Forscher betonen jedoch, dass ein langfristiger Hitzeschutz nur im Zusammenwirken von Stadtplanung, Sozial- und Gesundheitsbehörden gelingen werde.

Quellen: MDR – Nachrichten (DE, 25.07.2026 10:25)