Bergwacht Sachsen zählt deutlich mehr Einsätze im ersten Halbjahr

Die Bergwacht Sachsen verzeichnet im ersten Halbjahr 2026 eine deutliche Zunahme an Rettungseinsätzen. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 100 Einsätze mehr registriert, wie aus aktuellen Bilanzen der Organisation hervorgeht. Die meisten Einsätze erfolgten in den Mittelgebirgsregionen des Freistaates, insbesondere im Osterzgebirge und im Lausitzer Bergland. Betroffen waren vor allem Bergwanderer, Kletterer und Mountainbiker, die sich bei ihren Aktivitäten verletzten oder in schwieriges Gelände gerieten.

Unter den Einsätzen befanden sich auch mehrere tödliche Unfälle, bei denen die Bergwacht die Leichen von verunglückten Sportlern bergen musste. Die Gründe für die Zunahme werden mehrfach genannt: Dazu zählen die gestiegene Beliebtheit von Outdoor-Aktivitäten, aber auch eine mangelnde Einschätzung der eigenen körperlichen Grenzen und der Wetterbedingungen durch die Betroffenen. Zudem seien einige Aktivitäten in ungesicherten Bereichen durchgeführt worden, was das Risiko erhöhe.

Die Bergwacht warnt vor einer Unterschätzung der Gefahren in der freien Natur. „Auch scheinbar leichte Wanderwege können bei schlechtem Wetter oder schlechter Ausrüstung schnell zur Gefahr werden“, so ein Sprecher der Organisation. Er rät zu ausreichender Vorbereitung, geeigneter Kleidung und der Mitnahme von Navigationshilfen. Die Bergwacht setzt zudem verstärkt auf Präventionsarbeit und informiert in Schulen sowie an beliebten Ausgangspunkten für Wanderungen über Sicherheit im Gebirge.

Quellen: MDR – Nachrichten