Beim Christopher Street Day (CSD) in Berlin ist am Sonntagmorgen ein schweres Unglück geschehen: Ein Fahrzeug fuhr in eine Menschenmenge am Rande der Veranstaltung und riss dabei eine Frau tödlich zu Boden. Mindestens 16 weitere Personen wurden teils schwer verletzt. Die Polizei bestätigte den tödlichen Vorfall und ordnete die sofortige Evakuierung und den Abbruch des CSD an. Augenzeugen berichteten von Chaos und panikartigen Zuständen, als der Wagen in die Menge preschte.
Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren: Laut Polizeiangaben wurde ein 21-jähriger Verdächtiger identifiziert, der der islamistischen Szene zuzuordnen sei. Er war erst kürzlich aus dem Jugendstrafvollzug entlassen worden. Die Behörden prüfen, ob neben der Fahrzeugattacke auch ein Angriff mit einer Stichwaffe geplant oder bereits erfolgt war. Der Mann befindet sich derzeit auf der Flucht, die Fahndung läuft bundesweit.
Bundesinnenministerium und Regierung äußerten schockiert ihre Anteilnahme. Bundeskanzler Friedrich Merz verurteilte die Tat als „abscheulichen Anschlag auf die Demokratie und die Freiheit Berlins“. Der CSD, der traditionell für Vielfalt, Toleranz und die Rechte der LGBTQ+-Community steht, wurde unter Tränen und mit großer Betroffenheit beendet. Die Tote wird als 34-jährige Frau aus Berlin identifiziert, deren Identität aus Rücksicht auf die Familie vorerst nicht genannt wird.
Die Hintergründe der Tat werden intensiv untersucht. Die Berliner Polizei hat eine Sonderkommission eingerichtet und bittet die Bevölkerung um Hinweise. Auch der Verfassungsschutz prüft, ob der Verdächtige in einem islamistisch motivierten Netzwerk stand. Die Stadt Berlin gedenkt der Getöteten mit einer Schweigeminute am Abend.
Quellen: ZDF Heute – Nachrichten, ntv – Nachrichten, FAZ Online, MDR – Nachrichten, ARD Tagesschau – Inland, Der Tagesspiegel