Im Herzen der sächsischen Naturregion Sächsische Schweiz kämpfen Wanderer und Touristen immer wieder mit dem Fehlen stabiler Mobilfunkverbindungen. Vor allem in abgelegenen Tälern und engen Schluchten zwischen Pirna und der Grenze zu Tschechien kommt es regelmäßig zu Funklöchern – ein Sicherheitsrisiko, wenn Hilfe benötigt wird.
Die Ursachen liegen in der komplexen Topografie der Region: Sandsteinklippen und tiefe Täler blockieren die Signale der Sendemasten. Zwar haben die Mobilfunkanbieter in den letzten Jahren nachgerüstet, doch der Ausbau bleibt unvollständig. Besonders betroffen sind Gebiete wie die Schrammsteine, der Lilienstein und die Umgebung von Hinterhermsdorf.
Experten raten Wanderern, vorsorglich Offline-Karten herunterzuladen und Notfallnummern zu notieren. Zudem wird empfohlen, sich vor längeren Touren über die Funkabdeckung zu informieren – etwa über die Online-Karten der Netzbetreiber. Die sächsische Landesregierung setzt sich für eine bessere Versorgung ein, betont aber, dass der Ausbau eine bundesweite Aufgabe sei.
Trotz der technischen Herausforderungen bleibt die Sächsische Schweiz ein beliebtes Ausflugsziel. Doch die Diskrepanz zwischen digitaler Vernetzung im Alltag und der Abschaltung im Freien sorgt bei vielen Besuchern für Irritation. Für Naturliebhaber sei das Funkloch jedoch auch eine Chance, einmal komplett abzuschalten – wenn man denn will.
Quellen: MDR – Nachrichten