Serielles Bauen im Fokus: Frankfurter Ausstellung feiert Wiederholung als Lösung für Wohnkrise

In Frankfurt am Main eröffnet das Museum Angewandte Kunst eine neue Ausstellung, die aktuelle Antworten auf die Wohnkrise sucht – in der Wiederholung. Unter dem Titel „Im Modus der Serie“ zeigt die Schau, wie Serienproduktion im Bauwesen nicht nur Effizienz, sondern auch ästhetische Qualität ermöglichen kann. Anhand historischer Beispiele und zeitgenössischer Projekte wird aufgezeigt, wie standardisierte Bauteile und modulare Systeme helfen können, bezahlbaren Wohnraum schneller und kostengünstiger zu schaffen.

Die Ausstellung greift ein Thema auf, das auch in der hessischen Baupolitik zunehmend an Bedeutung gewinnt. Angesichts steigender Mieten und Wohnungsnot in Großstädten wie Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt setzt die Landesregierung verstärkt auf Innovationen im Bauwesen. Serialisiertes Bauen gilt dabei als Schlüsseltechnologie, um den Wohnraumbedarf langfristig decken zu können. Die Schau präsentiert unter anderem Bauten aus der Nachkriegszeit, industriell gefertigte Wohnmodule und digitale Planungswerkzeuge, die heute den Weg für neue Serienlösungen ebnen.

Kuratorin Dr. Lena Hartmann betont: „Serielles Bauen hat lange im Schatten gestanden, oft mit Trabantenstädten und Monotonie assoziiert. Doch die Ausstellung zeigt, dass Wiederholung keineswegs Langeweile bedeuten muss – ganz im Gegenteil: sie kann Kreativität beflügeln.“ Die Schau läuft bis Anfang 2027 und richtet sich an Architekten, Stadtplaner und interessierte Bürger gleichermaßen.

Quellen: FAZ Online