Der tödliche Angriff auf die CSD-Parade in Berlin hat auch in Hessen Schockwellen ausgelöst. Nachdem eine Frau getötet und mehrere Personen verletzt wurden, äußerten Politiker, Vereine und Bürger im ganzen Bundesland Fassungslosigkeit und Trauer. Landesregierung und lokale LGBTQ+-Organisationen betonten, dass Gewalt gegen Minderheiten einen Angriff auf die demokratischen Grundwerte darstelle.
In Frankfurt, Wiesbaden und Kassel wurden spontane Gedenkveranstaltungen angekündigt, bei denen Menschen Kerzen niederlegen und Solidarität bekunden sollen. Die hessische Sozialministerin Katharina Fegebank (Grüne) erklärte: „Was in Berlin passiert ist, berührt uns zutiefst. Hass und Gewalt haben in Hessen und Deutschland keinen Platz. Wir stehen geschlossen an der Seite der LGBTQ+-Community.“ Auch der Frankfurter Oberbürgermeister Mike Josef zeigte sich betroffen und kündigte an, die Stadtflagge auf Halbmast zu setzen.
Die Polizei in Hessen hat derweil die Sicherheitsvorkehrungen bei anstehenden Veranstaltungen überprüft. Insbesondere im Vorfeld des Frankfurter CSD, der in den kommenden Wochen geplant ist, werde ein erhöhtes Sicherheitskonzept erarbeitet. Gleichzeitig rufen Organisationen dazu auf, die Demonstrationen trotz der Bedrohungslage nicht zu boykottieren, sondern mit friedlicher Präsenz für Vielfalt und Akzeptanz einzutreten.
Quellen: FAZ Online