Die Energiewende in Sachsen steht vor einer Gemengelage aus Zustimmung und Zweifel. Laut einer aktuellen Erhebung des MDR steht mehr als die Hälfte der sächsischen Bevölkerung den erneuerbaren Energien grundsätzlich positiv gegenüber. Dennoch bleibt eine deutliche Zahl von Bürgerinnen und Bürgern skeptisch – viele sind unentschieden oder lehnen insbesondere Windkraftanlagen in ihrer Nähe ab.
Die Umfrage unterstreicht die Schwierigkeit, breite Akzeptanz für die Energiewende zu schaffen. Während Sonnen- und Wasserkraft überwiegend positiv bewertet werden, stößt der Ausbau der Windenergie besonders in ländlichen Regionen auf Widerstand. Bürgerinitiativen befürchten Lärmbelästigung, Landschaftszerstörung und geringe Akzeptanz in der Nähe von Wohngebieten.
Experten fordern deshalb eine bessere Bürgerbeteiligung und transparente Planungsverfahren. „Die Energiewende braucht nicht nur Technik, sondern auch Vertrauen“, sagte ein Umweltforscher aus Dresden. Die Landesregierung hatte zuletzt betont, dass Sachsen seinen Anteil zur Klimawende beitragen müsse, ohne lokale Belange zu vernachlässigen. Ob diese Balance gelingt, wird sich in den kommenden Jahren zeigen – insbesondere bei der Genehmigung neuer Windparks im Osten und Süden des Freistaates.
Quellen: MDR – Nachrichten