Nigeria und die Afrikanische Entwicklungsbank (AfDB) haben am Sonntag eine verstärkte Kontrolle Afrikas über seine reichen Mineralvorkommen gefordert. Bei einer gemeinsamen Veranstaltung betonte Alake, Vorsitzender der Africa Mineral Strategy Group (AMSG), dass der Kontinent nicht länger lediglich Rohstoffe exportieren dürfe, sondern in die lokale Verarbeitung und Industrialisierung investieren müsse. Nur so könne Afrika echte wirtschaftliche Unabhängigkeit erreichen.
Wertschöpfung statt Rohstoffexport
Alake wies darauf hin, dass viele afrikanische Länder trotz ihres Reichtums an Bodenschätzen weiterhin arm blieben, weil sie die wertschöpfenden Produktionsketten an ausländische Industrienationen verloren. Die Strategie müsse sich von der reinen Förderung und dem Export roher Mineralien hin zur lokalen Verarbeitung, zur Technologieentwicklung und zum Aufbau industrieller Kapazitäten verschieben. Die AfDB unterstützt diese Vision mit gezielten Investitionen in Infrastruktur, Berufsausbildung und nachhaltige Bergbauprojekte.
Wirtschaftliche Souveränität im Fokus
Die Initiative sieht vor, dass afrikanische Staaten durch regionale Zusammenarbeit und gemeinsame Strategien ihre Verhandlungsposition gegenüber multinationalen Konzernen stärken. Dazu gehören transparente Lizenzvergaben, Umweltstandards und die Sicherstellung, dass lokale Gemeinden von den Einnahmen profitieren. Nigeria positioniert sich damit als treibende Kraft hinter einer neuen Wirtschaftsagenda, die Rohstoffe nicht als Ware, sondern als Grundlage für industrielle Entwicklung begreift.
Quellen: Premium Times Nigeria