Kulturstaatsminister Weimer fordert höheren finanziellen Beitrag Hamburgs zum Reeperbahn Festival

Kulturstaatsminister Weimer hat Hamburg aufgefordert, seinen finanziellen Beitrag zum Reeperbahn Festival deutlich zu erhöhen. Das Festival, das jährlich tausende Besucher aus ganz Deutschland und dem Ausland nach St. Pauli lockt, genieße internationale Aufmerksamkeit – und die Stadt solle diese Chance stärker nutzen. „Wer von der Strahlkraft des Festivals profitiert, sollte auch Verantwortung übernehmen“, sagte Weimer am Montag und plädierte für eine langfristige finanzielle Absicherung durch die Hansestadt.

Die Forderung stößt jedoch auf Kritik, insbesondere aus Reihen der SPD. Dort wird bemängelt, dass bisherige Bundesmittel für kulturelle Großveranstaltungen oft zugunsten von Traditionsfestivals wie Bayreuth vergeben wurden, während Hamburger Initiativen benachteiligt würden. Weimer wies dies zurück und betonte, es gehe nicht um eine Umverteilung, sondern um eine angemessene Anerkennung der kulturellen Relevanz des Reeperbahn Festivals.

Das Festival, das sich seit seiner Gründung 2006 zu einer der wichtigsten europäischen Plattformen für neue Musik entwickelt hat, wird bislang durch eine Mischung aus privaten Sponsoren, Ticketeinnahmen und begrenzter öffentlicher Förderung finanziert. Eine Aufstockung der städtischen Mittel könnte die Programmvielfalt erweitern und gleichzeitig die infrastrukturelle Belastung für die Nachbarschaft besser managen helfen.

Die Hamburger Kulturbehörde hat die Forderung zur Kenntnis genommen und kündigte an, die Finanzierungsmodelle künftiger kultureller Großereignisse erneut zu prüfen. Eine endgültige Entscheidung wird voraussichtlich im Herbst im Rahmen des Haushaltsverfahrens 2027 getroffen.

Quellen: Welt Online