Wieder großer Wal im Hafen von Wismar gesichtet

Ein ungewöhnliches Naturschauspiel sorgt erneut für Aufsehen im Hafen der hanseatischen Stadt Wismar in Mecklenburg-Vorpommern. Dort wurde in der Nacht zum Samstag ein großer Wal gesichtet, der regelmäßig an die Wasseroberfläche kommt und wieder abtaucht. Laut einem Sprecher der Stadt sei es ungewöhnlich, dass innerhalb kurzer Zeit erneut ein Wal in das Hafengebiet vordringt.

Der Wal, dessen genaue Art bislang nicht bestätigt wurde, misst etwa acht Meter und zeigt nach ersten Einschätzungen des Schweriner Umweltministeriums keine sichtbaren Anzeichen von Verletzungen oder Erschöpfung. Das Tier wirke vital und orientiere sich offenbar selbstständig im Hafenbecken. Dennoch wurde die Wasserschutzpolizei alarmiert, um den Bereich zu überwachen und mögliche Gefahren für Mensch und Tier zu minimieren.

Um eine Störung des Wals zu vermeiden, rufen die Behörden die Bevölkerung dazu auf, Abstand zu halten und den Hafenbereich nicht zu betreten. Auch Drohnenflüge über dem Tier sind untersagt, da sie das empfindliche Tier verängstigen könnten. Experten vermuten, dass der Wal sich durch Strömungen oder Orientierungsprobleme in das flache Küstengewässer verirrt haben könnte.

Die letzte Wal-Sichtung in Wismar hatte erst vor wenigen Wochen für Schlagzeilen gesorgt. Damals gelang es, das Tier nach mehreren Tagen sicher zurück ins offene Meer zu geleiten. Ob auch dieser Wal in absehbarer Zeit den Rückweg finden wird, bleibt abzuwarten. Das Umweltministerium beobachtet die Lage weiterhin engmaschig in Abstimmung mit Meeresschutzorganisationen.

Quellen: Welt Online