Ägypten kritisiert Blockade im Roten Meer – Suez-Kanal als letzte intakte Ölroute

Die anhaltende Blockade im Roten Meer durch die Houthi-Bewegung im Jemen verschärft die globale Energieversorgungskrise – und erhöht den strategischen Stellenwert Ägyptens als Gatekeeper des Suez-Kanals. Während Japan, Südkorea und die Philippinen noch immer mit den Folgen der jüngsten Schließung der Straße von Hormuz kämpfen, droht nun eine weitere Unterbrechung der Öltransporte über eine zentrale maritime Handelsroute.

Die Houthi-Angriffe auf Schiffe im Roten Meer haben dazu geführt, dass große Teile des Schiffsverkehrs zwischen Asien und Europa um die Kapverde-Küste oder um Südafrika herum umgeleitet werden müssen. Diese Umwege erhöhen Transportkosten, Lieferzeiten und gefährden die Versorgungssicherheit in Ostasien. Im Gegensatz dazu bleibt der Suez-Kanal – unter ägyptischer Verwaltung – weiterhin voll funktionsfähig und somit die letzte verbleibende direkte Wasserstraße für den Öltransport vom Persischen Golf nach Europa und Nordafrika.

Experten warnen, dass eine Störung im Suez-Kanal-Komplex katastrophale Auswirkungen auf die globale Wirtschaft hätte. Ägypten profitiert indirekt von der erhöhten strategischen Bedeutung seiner Wasserstraße, setzt aber gleichzeitig verstärkt auf Sicherheitskooperationen mit internationalen Marinestreitkräften, um Angriffe auf Passagier- und Frachtschiffe abzuwehren. Die ägyptische Regierung betont, dass die freie Schifffahrt im Suez-Kanal für die globale Energieversorgung von existenzieller Bedeutung sei.

Quellen: The Guardian – World