In Baden-Württemberg kommt es aufgrund eines gravierenden Softwarefehlers zu einer Nachbesserung bei Abiturzeugnissen. Wie das Kultusministerium bestätigte, wurden bei rund 100 Absolventen die Abiturschnitte aufgrund eines Fehlers in der zentralen Zeugnisverwaltungssoftware falsch berechnet. Die Korrektur erfolgt nun rückwirkend, und betroffene Schüler erhalten neue Zeugnisse.
Der Fehler betraf eine Schnittstelle zwischen der Noteneingabe und der finalen Berechnung des Gesamtdurchschnitts. In einigen Fällen wurden Leistungen nicht korrekt gewichtet, was zu zu hohen oder zu niedrigen Abschlussnoten führte. Die Entdeckung erfolgte erst nach der offiziellen Ausgabe der Zeugnisse durch interne Routineprüfungen an mehreren Gymnasien in Stuttgart und Karlsruhe.
Das Ministerium entschuldigte sich bei den betroffenen Schülerinnen und Schülern sowie ihren Familien und versicherte, dass alle notwendigen Korrekturen unverzüglich vorgenommen würden. Zudem soll eine unabhängige Prüfung des verwendeten Software-Systems erfolgen, um künftige Fehler zu vermeiden. Die betroffenen Jugendlichen werden individuell informiert und erhalten Unterstützung bei der Neuabgabe von Unterlagen an Hochschulen oder Ausbildungsbetriebe.
Quellen: heise online