Die anhaltende Trockenheit im Winter und Frühjahr 2026 hat gravierende Auswirkungen auf die Wasserstände in Brandenburg. Die Spree führt derzeit nur geringe Wassermengen, was vor allem im südlichen Teil des Landes Besorgnis auslöst. Die Speicher der Talsperre Spremberg sind laut aktuellen Angaben nur etwa zur Hälfte gefüllt. Um die Situation zu entschärfen, wird nun beschlossen, mehr Wasser aus dem Stausee abzugeben.
Die zuständige Landesregierung hat eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die kurzfristige und mittelfristige Maßnahmen zur Bewältigung der Niedrigwasserlage erarbeiten soll. Ziel ist es, die ökologischen Folgen für Flora und Fauna zu minimieren sowie die Trinkwasserversorgung und landwirtschaftliche Bewässerung sicherzustellen. Insbesondere in trockenheitsgefährdeten Regionen Brandenburgs ist die Wasserverfügbarkeit ein zunehmend kritischer Faktor.
Die Talsperre Spremberg, mit einer Fläche von rund 6,8 Quadratkilometern, ist eine der wichtigsten Wasserreserven im Südosten Brandenburgs. Ihre regulierende Funktion für die Spree ist entscheidend – besonders in Trockenphasen. Durch kontrollierte Abgabe soll nun ein Mindestwasserstand in der Flussstrecke erhalten bleiben, um Fischpopulationen und Wasserpflanzen zu schützen.
Experten weisen darauf hin, dass sich solche Extremereignisse aufgrund des Klimawandels künftig häufen könnten. Die Landesregierung betont daher die Notwendigkeit einer langfristigen Anpassungsstrategie, die auch den Ausbau von Wasserspeichern und die Optimierung von Abflussregelungen umfasst. Die Arbeitsgruppe wird in den kommenden Wochen erste Empfehlungen vorlegen.
Quellen: Der Tagesspiegel