Deutschland steht erneut unter Hitzestress: Eine neue Hitzewelle erreicht auch Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Laut MDR-Meteorologin Michaela Koschak werden Temperaturen von bis zu 38 Grad erwartet. Besonders kritisch sind die anhaltenden tropischen Nächte, in denen die Temperaturen nicht unter 20 Grad sinken – ein Umstand, der den Körper kaum zur Regeneration kommen lässt.
Die Wetterlage wird durch eine stabile Hochdruckzone über Mitteleuropa verursacht, die heiße Luftmassen aus Südosteuropa nach Deutschland lenkt. Diese Entwicklung tritt nur wenige Wochen nach dem Ende einer vorherigen Hitzewelle auf, was die Belastung für empfindliche Bevölkerungsgruppen erhöht. Besonders ältere Menschen, Säuglinge und Menschen mit Vorerkrankungen sollten sich vor extremer Sonneneinstrahlung schützen und ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen.
Die Behörden in Sachsen-Anhalt rufen Kommunen dazu auf, Notfallpläne für Hitzewellen zu überprüfen. Dazu gehören die Einrichtung von Kühlräumen, verstärkte Kontrollen bei wohnungslosen Menschen und Empfehlungen für den Umgang mit Hitze in Schulen und Altenheimen. Auch die Landwirtschaft ist betroffen: Die anhaltende Trockenheit belastet Ackerflächen und Weidegebiete. Landwirte warnen vor Ernteausfällen, falls sich die Lage nicht bald entspannt.
Quellen: MDR – Deutschland