Im sächsischen Frohburg startet ein neues Ausbildungsmodell für den ländlichen Raum: 13 angehende Landwirte nehmen am ersten Sommercamp teil, bei dem sie unter realen Bedingungen ihren Traktorführerschein erwerben. Das Pilotprojekt des Landesbauernverbandes Sachsen soll Auszubildenden den Einstieg in den Beruf erleichtern und Betrieben helfen, qualifizierten Nachwuchs schneller zu integrieren. Die Teilnehmer absolvieren neben der theoretischen Unterrichtung auch praktische Fahrübungen auf einem landwirtschaftlichen Gelände.
„Es geht darum, die Ausbildung praxisnäher zu gestalten und Barrieren abzubauen“, erklärt ein Sprecher des Landesbauernverbandes. Viele Azubis in der Landwirtschaft hätten bisher Schwierigkeiten, rechtzeitig den Führerschein zu machen, da dieser meist zeitlich nicht in den regulären Ausbildungsplan integriert sei. Durch das gebündelte Sommercamp können die Jugendlichen den Führerschein in wenigen Tagen erwerben – direkt vor Ort auf dem Gelände eines Kooperationsbetriebs.
Die Initiative wird als Reaktion auf die zunehmende Fachkräftesituation in der sächsischen Landwirtschaft gesehen. Laut Bauernverband fehlen viele Betriebe motivierte Nachwuchskräfte – besonders in strukturschwachen Regionen. Mit dem Pilotprojekt in Frohburg will man eine attraktive, moderne Ausbildungsform schaffen, die auch jenseits traditioneller Wege wirkt. Sollte das Modell erfolgreich sein, ist eine Ausweitung auf andere Regionen Sachsens geplant.
Quellen: MDR – Nachrichten