Tausende Kilometer von Berlin entfernt, zeigte das Saarland am Freitagabend eindrucksvoll Solidarität mit den Opfern des Anschlags am Rande des Christopher Street Day. Auf dem St. Johanner Markt in Saarbrücken versammelten sich Hunderte Menschen, um gemeinsam der Opfer zu gedenken und ein klares Zeichen gegen Hass und Gewalt zu setzen. Die Stimmung war ernst, aber bestimmt – viele brachten Blumen, Kerzen und Regenbogenfahnen mit.
Die Kundgebung wurde von lokalen LGBTIQ*-Initiativen, der Stadtverwaltung Saarbrücken sowie verschiedenen zivilgesellschaftlichen Gruppen organisiert. Redner:innen betonten, dass der Anschlag nicht nur Berlin treffe, sondern die gesamte deutsche Gesellschaft. „LGBTIQ*-Feindlichkeit hat in unserer Gesellschaft keinen Platz. Was in Berlin geschah, berührt uns alle – auch hier im Saarland“, sagte eine Sprecherin der lokalen Queer-Allianz. Die Polizei lobte den friedlichen und geordneten Ablauf der Veranstaltung.
Die Schweigeminute um 20 Uhr wurde von einem Glockenschlag der St. Johanneskirche eingeleitet. Anschließend wurden die Namen der Opfer verlesen. Viele Besucher:innen blieben lange nach der offiziellen Beendigung der Kundgebung vor Ort, um in stiller Andacht zu verweilen oder miteinander ins Gespräch zu kommen. Auch Vertreter:innen der Landesregierung ließen sich blicken, um ihre Anteilnahme zu bekunden.
Die Gedenkveranstaltung in Saarbrücken ist Teil einer bundesweiten Welle der Solidarität. In zahlreichen Städten fanden ähnliche Aktionen statt. Im Saarland unterstreicht die Resonanz, wie wichtig der Schutz von Vielfalt und Demokratie auch in kleineren Bundesländern ist.
Quellen: Der Tagesspiegel