Das einstige Hochsee-Segelschiff der DDR, die „Wilhelm Pieck“, heute unter dem Namen „Greif“ bekannt, erhält durch die Unterstützung engagierter Ehrenamtlicher aus Sachsen eine zweite Chance. Das Schiff, das am 2. August 1951 seinen Dienst aufnahm, gilt als letztes verbliebenes Segelschiff der DDR-Marine und hat heute den Status eines historischen Kulturguts. Seit Jahren wird es in einer Werft saniert – ein Prozess, bei dem freiwillige Helfer aus der Region Dresden-Meißner maßgeblich beteiligt sind.
Die ehrenamtlichen Helfer kommen aus verschiedenen Bereichen: von Schlossern über Elektriker bis hin zu erfahrenen Seefahrern. Sie spenden nicht nur ihre Arbeitskraft, sondern auch Materialien und Wissen, um das Schiff wieder seetüchtig zu machen. „Es ist mehr als ein Schiff – es ist ein Stück Geschichte, das wir retten“, sagt ein Freiwilliger, der seit Jahren an der Renovierung mitwirkt. Die Sanierung umfasst den Austausch von Holzplanken, die Reparatur der Takelage und die Modernisierung der Bordelektronik unter Beibehaltung historischer Details.
Das Engagement der Helfer aus Sachsen zeigt, wie bürgerschaftliches Engagement kulturelles Erbe bewahren kann. Die „Greif“ soll künftig nicht nur als Museumsschiff dienen, sondern auch Bildungsfahrten für Jugendliche durchführen. Damit wird ein Stück DDR-Marinegeschichte lebendig gehalten – dank der stillen Helden aus Sachsen, die weitgehend ohne öffentliche Anerkennung arbeiten.
Quellen: MDR – Nachrichten