Im südöstlichen Bayern ist erneut ein schwerer Waldbrand ausgebrochen. In den Chiemgauer Alpen lodern seit Donnerstagmorgen Flammen am Lackenberg bei Unterwössen, wo die Feuerwehr und Hilfskräfte einen Großalarm auslösten. Bereits zwölf Wochen nach dem Brand am Saurüsselkopf droht nun eine neue Katastrophe in der Region. Die Lage ist angespannt, weshalb die bayerische Staatsregierung vorübergehend den Katastrophenfall ausgerufen hat, um die Koordination aller Rettungskräfte zu erleichtern.
Hunderte Feuerwehrleute, unterstützt durch Hubschrauber und Löschflugzeuge, versuchen, den Brand einzudämmen. Die trockenen Sommerbedingungen erschweren die Löscharbeiten erheblich. Ein Großteil der betroffenen Waldfläche liegt in steilem Gelände, was den Zugang für Einsatzkräfte weiter kompliziert. Anwohner wurden teilweise vorsorglich evakuiert, um bei einer Brandausbreitung schnell reagieren zu können.
Die genaue Brandursache ist bisher unklar. Die Polizei prüft mehrere Spuren, darunter auch eine mögliche Verkettung unglücklicher Umstände oder menschliches Fehlverhalten. Die Behörden warnen die Bevölkerung vor sorglosem Umgang mit offenem Feuer, besonders in Waldgebieten. Der Chiemgau zählt zu den beliebtesten Ferienregionen Bayerns – der Ausbruch des Feuers zur Hauptreisezeit hat auch wirtschaftliche Folgen für die Tourismusregion.
Quellen: Süddeutsche Zeitung (DE, 30.07.2026 13:04), ntv – Nachrichten (DE, 30.07.2026 12:51)