Der ehemalige somalische Außenminister Mohamed Abdirizak hat die Forderungen oppositioneller Gruppen zur Wiedereinführung eines Übergangsregimes in Somalia entschieden zurückgewiesen. In einer Stellungnahme betonte Abdirizak, dass ein solcher Schritt nicht ausreichend durchdacht sei und das Land in eine neue Phase der Instabilität stürzen könnte.
Die Oppositionsbewegung Nabad & Nolol hatte kürzlich gefordert, die bestehende Bundesregierung durch eine vorübergehende Übergangsregierung abzulösen, um Reformen voranzutreiben und das Vertrauen in staatliche Institutionen wiederherzustellen. Abdirizak entgegnete, dass die derzeitige Verfassungsordnung und demokratischen Prozesse den legitimen Rahmen böten, um Reformen zu erreichen – ohne den Umweg über eine verfassungsrechtliche Unsicherheit.
Er warnte davor, dass eine Rückkehr zum Übergangsstatus das Vertrauen der internationalen Geber und Investoren weiter untergraben könnte. Stattdessen plädierte er für einen nationalen Dialog innerhalb der bestehenden politischen Strukturen. Die Debatte über die politische Zukunft Somalias bleibt damit hochaktuell, vor dem Hintergrund anhaltender Sicherheitsprobleme und wirtschaftlicher Herausforderungen.
Quellen: AllAfrica – East Africa