Hamburg bereitet sich auf großen Pride-Zug vor – Polizei verdoppelt Einsatzkräfte

Der jährliche Christopher Street Day (CSD) in Hamburg steht in diesem Jahr unter erhöhtem Sicherheitsvorbehalt. Die Hamburger Polizei wird beim Pride-Zug doppelt so viele Einsatzkräfte wie im Vorjahr stationieren. Grund sind konkrete Hinweise auf mögliche Anschläge und Einschüchterungsversuche durch extremistische Gruppen. „Wir lassen uns nicht von Angst bestimmen“, betont Thomas Jungfer von der Deutschen Polizeigewerkschaft. „Wenn wir Feste absagen, beugen wir uns dem Terror – das dürfen wir nicht zulassen.“

Der diesjährige CSD wird von Tausenden Teilnehmer:innen erwartet, die friedlich für Akzeptanz, Vielfalt und Rechte der LGBTQ+-Community demonstrieren wollen. Der Zug soll am Samstag durch die Innenstadt rollen, vorbei am Rathausmarkt und entlang der Reeperbahn. Um das friedliche Miteinander zu schützen, wurden Sicherheitszäune errichtet, Personenkontrollen eingeführt und ein umfassendes Lagezentrum aktiviert.

Trotz der Bedrohungslage wollen Organisator:innen die Feierlichkeit des Tages betonen. „Der CSD ist ein Fest der Hoffnung, der Sichtbarkeit und der Solidarität“, sagt eine Sprecherin des CSD-Hamburg e.V. „Wir lassen uns unsere Freude nicht nehmen.“ Die Polizei ruft die Bevölkerung dazu auf, verdächtige Beobachtungen umgehend zu melden: „Lieber einmal mehr Bescheid sagen als zu wenig.“

Quellen: Welt Online