Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Fuchs hat vor den datenschutzrechtlichen Risiken der neuen Meta Smart Glasses gewarnt. Die intelligenten Brillen, die optisch kaum von herkömmlichen Gläsern zu unterscheiden sind, verfügen über integrierte Kameras und Mikrofone, die heimlich Aufnahmen im öffentlichen Raum ermöglichen könnten. Fuchs betont: „Das Potenzial zur massenhaften, unauffälligen Videoüberwachung ist real – und rechtlich höchst problematisch.“
Angesichts der Gefahr für die Privatsphäre privater und öffentlicher Personen prüft die Hamburger Datenschutzbehörde nun rechtliche Maßnahmen – inklusive eines möglichen Einsatzverbots in sensiblen Bereichen wie Schulen, Behörden oder Verkehrsmitteln. In Einzelfällen könnte sogar ein flächendeckendes Verkaufs- oder Nutzungverbot in Betracht gezogen werden, so Fuchs gegenüber der ARD.
Als zuständige Aufsichtsbehörde für viele große digitale Konzerne mit Sitz in Hamburg hat die Behörde bundesweite Vorbildfunktion. Datenschützer aus anderen Bundesländern beobachten die Debatte aufmerksam. Experten diskutieren bereits über neue rechtliche Rahmenbedingungen für tragbare Technologien. Fuchs fordert zudem mehr Bewusstsein in der Bevölkerung: „Wenn wir nicht aufpassen, normalisiert sich das heimliche Filmen – und das wollen wir nicht hinnehmen.“
Quellen: ARD Tagesschau