Erfurter Stadtschreiberin Lena Schätte beendet Amtszeit mit Rückblick

Nach einem Jahr im Amt hat Lena Schätte ihre Tätigkeit als Stadtschreiberin in Erfurt beendet. Die Schriftstellerin blickt in einem Rückblick-Interview auf eine Zeit voller literarischer Entdeckungen und intensiver Begegnungen mit der Stadt und ihren Bewohnern. Das Stadtschreiber-Amt, das seit 2008 in Erfurt vergeben wird, ermöglicht ausgewählten Autorinnen und Autoren ein Jahr lang einen künstlerischen Dialog mit der Stadtgesellschaft.

Schätte beschreibt Erfurt als Ort mit tiefer historischer Prägung und gleichzeitig lebendiger Gegenwart. Besonders die Gespräche mit Menschen aus verschiedenen Stadtteilen – von Schülerinnen und Schülern bis zu langjährigen Einwohnern – hätten ihre Arbeit geprägt. „Die Stadt atmet Geschichte, aber sie schreibt sie jeden Tag weiter“, so Schätte. In Lesungen, Workshops und öffentlichen Gesprächen brachte sie Literatur in Nachbarschaften und Institutionen, die sonst selten im Fokus stehen.

Die Stadtschreiber-Initiative soll die kulturelle Vielfalt Erfurts stärken und der Literatur einen Platz im Alltag geben. Mit Schätte wurde bereits die zwölfte Autorin oder der zwölfte Autor in dieser Tradition geehrt. Ihre Texte, die während des Jahres entstanden sind, werden in einer Sammlung veröffentlicht und in städtischen Bibliotheken zugänglich gemacht. Die Suche nach der Nachfolge für das Amt hat bereits begonnen.

Quellen: MDR – Nachrichten