Südafrika positioniert sich als wirtschaftlicher Motor des afrikanischen Kontinents – doch gleichzeitig wird die Gewalt gegen afrikanische Migranten im Land immer stärker kritisiert. Während das Land Waren im Wert von geschätzten 30 Milliarden US-Dollar jährlich in andere afrikanische Staaten exportiert, erleben viele aus diesen Ländern stammende Migranten in Südafrika Ausgrenzung, Diskriminierung und teilweise gewaltsame Übergriffe.
Ein aktueller Bericht des Africa Report beschreibt diese Entwicklung als „intellektuell faul“ und „moralisch indefensibel“. Die südafrikanische Politik pflege wirtschaftliche Partnerschaften mit Nachbarländern, während sie gleichzeitig deren Bürger im eigenen Land marginalisiere. Dies untergrabe nicht nur die Vision einer integrierten afrikanischen Wirtschaft, sondern beschädige auch das internationale Ansehen Südafrikas als regionaler Führungsstaat.
Insbesondere in informellen Siedlungen und städtischen Armutsgebieten kommt es immer wieder zu sogenannten Xenophobie-Übergriffen, bei denen Geschäfte von Migranten geplündert oder vertrieben werden. Kritiker fordern, dass die Regierung eine klare Haltung gegen diese Gewalt einnehmen und gleichzeitig integrative wirtschaftliche Maßnahmen fördern müsse. Nur so könne die Diskrepanz zwischen wirtschaftlicher Zusammenarbeit und sozialer Spaltung überwunden werden.
Quellen: The Africa Report