In Frankfurt am Main nimmt ein neues Bürgerbegehren Gestalt an, das die Zukunft der Innenstadt nachhaltig verändern könnte. Die Initiative „Frankfurt atmet“ hat sich zum Ziel gesetzt, durch einen Bürgerentscheid die Verkehrsberuhigung und Aufwertung städtischer Grünflächen voranzutreiben. Geplant ist eine deutliche Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs im Stadtzentrum sowie die Schaffung neuer Parks und Befindlichkeitsräume für Fußgänger und Radfahrende.
Die Initiatoren verweisen auf erfolgreiche Vorlagen aus anderen deutschen Großstädten und betonen, dass Frankfurt im Vergleich zu Städten wie Freiburg oder Münster noch hinterherhinkt. „Wir wollen keine autofreie, aber eine deutlich autoärmere Innenstadt“, so ein Sprecher der Initiative. Dazu sollen Tempo-30-Zonen ausgeweitet, Parkplätze reduziert und ehemalige Verkehrsflächen in Grünanlagen umgewandelt werden. Um den Bürgerentscheid einzuleiten, benötigen die Organisatoren mindestens 20.000 gültige Unterschriften.
Die Reaktionen in der Stadtgesellschaft sind gemischt. Während Umweltverbände und Teile der Zivilgesellschaft die Initiative begrüßen, äußern Händler und Teile der Politik Bedenken hinsichtlich der wirtschaftlichen Folgen. Die Stadtverwaltung hat angekündigt, das Verfahren neutral zu begleiten. Die Entscheidung über die Zulässigkeit des Begehrens liegt beim Ordnungsamt.
Quellen: FAZ Online