Die verbotene Tigray People’s Liberation Front (TPLF) hat nach Angaben aus Regierungskreisen eine erneute Kampagne der öffentlichen Mobilisierung und Kriegspropaganda gestartet. Diese Entwicklungen könnten laut offiziellen Stellen den Tigray erneut in einen verheerenden Konfliktzyklus stürzen. Die TPLF, ehemalige Machthaber im Tigray-Region und zentrale Akteurin im mehrjährigen Bürgerkrieg, wird seit Ende der Feindseligkeiten weiterhin als extremistische Organisation eingestuft.
Beobachter in Addis Abeba warnen, dass die jüngsten Äußerungen und Mobilisierungsaufrufe der TPLF als Verstoß gegen das Friedensabkommen von 2022 interpretiert werden könnten, das den blutigen Konflikt zwischen der Zentralregierung und den Tigray-Kräften beendet hatte. Der Konflikt hatte über zwei Millionen Menschen zur Flucht gezwungen und große Teile der Infrastruktur in der Region zerstört.
Die äthiopische Regierung betont, dass jede Wiederbelebung gewaltsamer Auseinandersetzungen die fragile Stabilität im Land erneut gefährden würde. Internationale Partner sowie die Afrikanische Union wurden aufgefordert, die Entwicklung genau zu verfolgen und deeskalierend zu wirken. Bisher hat die TPLF auf die Vorwürfe nicht öffentlich reagiert.
Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Ethiopia