CAR-T-Zelltherapie in Erlangen: Hoffnung für schwerstkranken Patienten

Am Universitätsklinikum Erlangen schreiben Ärzt:innen und Forscher:innen Medizingeschichte. Mit einer modifizierten Form der CAR-T-Zelltherapie, ursprünglich zur Behandlung von Blutkrebs entwickelt, gelingt es erstmals, schwerwiegende Autoimmunerkrankungen dauerhaft zu heilen. Die Therapie greift gezielt fehlgeleitete Immunzellen an – ohne das gesamte Immunsystem zu unterdrücken.

Seit der ersten Anwendung bei Autoimmunpatient:innen vor zwei Jahren zeigen sich beeindruckende Ergebnisse. Mehrere zuvor als todkrank eingestufte Personen konnten das Krankenhaus verlassen – und einige haben inzwischen sogar Kinder bekommen. „Das ist kein Rückfall, das ist Heilung“, sagt eine der behandelnden Ärztinnen. „Sie können wieder leben.“

Die CAR-T-Zellen werden aus dem eigenen Blut der Patient:innen gewonnen, im Labor so verändert, dass sie krankhafte Immunzellen erkennen und zerstören, und anschließend wieder infundiert. Das Verfahren ist aufwendig, aber hochwirksam – und könnte künftig auch für Lupus, Multiple Sklerose oder rheumatoide Arthritis eingesetzt werden.

Die Forschung in Erlangen wird bundesweit als wegweisend bewertet. Noch ist die Therapie nicht standardisiert, doch erste klinische Studien laufen bereits. „Wir stehen am Anfang einer neuen Ära“, sagt ein Leiter der Abteilung. „Das könnte Millionen Betroffenen weltweit Hoffnung geben.“

Quellen: FAZ Online