Oktoberfest 2026: KI und Blasmusik sollen Besucherströme entzerren

Knapp sechs Wochen vor dem Start des weltweit größten Volksfests laufen in München die Vorbereitungen auf Hochtouren. Nachdem das Oktoberfest im vergangenen Jahr zeitweise wegen massiver Überfüllung schließen musste, will die Stadtverwaltung in diesem Jahr mit innovativen Mitteln für mehr Sicherheit und eine gleichmäßigere Verteilung der Besucher sorgen.

Ein zentraler Baustein des neuen Sicherheitskonzepts ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Mittels Echtzeit-Analyse von Kameras und Sensoren im Theresienwiesn-Gelände sollen Engpässe frühzeitig erkannt und Besucherströme gezielt umgeleitet werden. Diese Daten werden künftig auch genutzt, um das musikalische Programm strategisch einzusetzen.

So soll verstärkt auf Blasmusik gesetzt werden, um gezielt Besucher in unterbesuchte Bereiche des Festplatzes zu locken. „Klangliche Signale wirken unterschätzt emotional und lenkend“, erklärte ein Sprecher der Stadt. „Wo fröhliche Blasmusik spielt, sammeln sich Menschen – das nutzen wir jetzt gezielt.“

Die Maßnahmen sollen nicht nur das Risiko von Menschenansammlungen verringern, sondern auch das Gesamterlebnis verbessern. Auch die Gastronomen begrüßen das Konzept: „Wenn die Besucher gleichmäßiger verteilt sind, profitieren alle – auch wir“, sagte eine Wirtin vom Hofbräu-Festzelt.

Quellen: ntv – Nachrichten, Der Tagesspiegel