Mehr als 1.000 Besucher aus ganz Europa haben am Wochenende das 26. Internationale Wartburgfahrer-Treffen in Eisenach besucht. Rund 450 historische Fahrzeuge, darunter zahlreiche Exemplare des Kultmodells Wartburg 353, waren auf dem Gelände rund um die Wartburg und den ehemaligen Automobilwerk-Standort zu sehen. Der Anlass war besonders: 2026 jährt sich die Markteinführung des Wartburg 353 zum 60. Mal – ein Meilenstein der ostdeutschen Automobilgeschichte.
Das Treffen gilt als eines der größten Treffen von Wartburg-Fans weltweit. Teilnehmer reisten unter anderem aus Polen, Tschechien, Österreich und den Niederlanden an. Neben Ausstellungen und Fahrzeugparaden gab es Vorträge zur Technikgeschichte, eine Oldtimer-Rallye durch das Thüringer Hügelland sowie einen Gottesdienst für Teilnehmer in der Stadtkirche St. Georg. Auch aktuelle Debatten über den Erhalt der Marke und Nachwuchsförderung im Verein wurden geführt.
Die Stadt Eisenach betonte erneut ihre Bemühungen, die Automobiltradition stärker in den touristischen Kontext einzubinden. Mit dem Wartburg-Museum und dem geplanten Industriekulturpfad soll die Geschichte des ehemaligen Automobilwerks dauerhaft sichtbar bleiben. Das Treffen zeige, dass die Begeisterung für das ostdeutsche Fahrzeug noch lange nicht erloschen sei, so ein Sprecher der Veranstalter.
Quellen: MDR – Nachrichten (DE, 01.08.2026 18:06)