Verfassungsschutz beobachtet knapp 3900 Islamisten in Hessen

Der hessische Verfassungsschutz berichtet von einer deutlichen Zunahme islamistischer Aktivitäten im Bundesland. Laut aktuellem Lagebild beobachten die Sicherheitsbehörden derzeit rund 3900 Personen, die dem islamistischen Spektrum zuzuordnen sind. Diese Zahl spiegelt sowohl salafistische als auch sonstige islamistisch-extremistische Gruppierungen wider und zeigt einen anhaltenden Trend zur Mobilisierung über soziale Medien und verschlüsselte Kommunikationsplattformen.

Insbesondere die sogenannte „digitale Radikalisierung“ wird von den Behörden als wachsende Gefahr eingestuft. Junge Menschen könnten über gezielte Online-Propaganda schnell in extremistische Netzwerke abrutschen, warnt der Verfassungsschutz. Dabei seien nicht nur Großstädte wie Frankfurt am Main betroffen, sondern zunehmend auch ländliche Regionen in Hessen.

Die Behörde betont, dass die Zahl der Verdachtsfälle stetig steigt und die Aufklärungsarbeit durch verschleierte Identitäten und dezentrale Strukturen erschwert werde. Gleichzeitig wurde die Zusammenarbeit mit kommunalen Partnern, Schulen und Präventionsnetzwerken ausgebaut, um frühzeitig gegen islamistische Einflussnahme vorzugehen. Die jährlich veröffentlichte Lageanalyse des Verfassungsschutzes soll Ende August detailliert über die Entwicklung informieren.

Quellen: FAZ Online