Köln atmet auf: Kein Waldbrand im ausgetrockneten Rheinbett

Im Rheinland herrscht große Erleichterung: Trotz anhaltender Trockenheit und stark gesunkener Wasserstände im Rhein sehen Experten keine Gefahr von Waldbränden im Flussbett. Besonders in Köln, wo der Fluss in weiten Teilen nur noch als sandiger Streifen zu erkennen ist, war die Sorge groß, dass trockenes Pflanzenmaterial Feuer fangen könnte.

Hydrologen und Brandexperten betonen jedoch, dass die Bedingungen im Flusslauf selbst ungeeignet für Brände seien. „Das Flussbett besteht überwiegend aus Kies, Sand und feuchtem Untergrund, selbst bei Trockenheit“, erklärt ein Sprecher des Kölner Umweltamts. „Zudem fehlt der nötige brennbarer Bewuchs, der für ein Ausufern eines Feuers erforderlich wäre.“

Die aktuelle Wetterlage hat in vielen Teilen Nordrhein-Westfalens zu erhöhter Waldbrandgefahr geführt. Umso wichtiger sei es, zwischen unterschiedlichen Landschaftstypen zu unterscheiden, so die Fachleute. Während Wälder und Wiesen im Umland weiter unter der Trockenheit leiden, bleibt das Flussbett des Rheins kein Brandherd.

Die Stadt Köln hat dennoch Vorsichtsmaßnahmen ergriffen: Feuerwehreinsätze sind verstärkt, und Aufklärungskampagnen warnen vor offenen Flammen in der Nähe von Uferzonen. Dennoch gilt: Die Angst vor einem „Waldbrand im Rhein“ entbehrt laut Experten jeder Grundlage – und die Bürger können aufatmen.

Quellen: Welt Online