38 Arbeitsplätze gerettet: Malerbetrieb aus Chemnitz von Thüringer Unternehmen übernommen

Ein schwerer Schlag für die regionale Wirtschaft konnte in letzter Minute abgewendet werden: Der insolvente Malerbetrieb aus Chemnitz ist durch die Übernahme durch eine Immobiliendienstleistergruppe aus Ostthüringen gerettet worden. Wie aus Unternehmenskreisen bekannt wurde, übernimmt die AD HOC Gruppe mit Sitz in Gera den Betrieb und sichert damit die Arbeitsplätze aller 38 Beschäftigten.

Der Chemnitzer Malerbetrieb, der seit über zwei Jahrzehnten im Raum Erzgebirge tätig war, hatte im Frühjahr 2026 Insolvenz anmelden müssen. Grund waren laut Insolvenzverwalter ein massiver Auftragsrückgang und gestiegene Materialkosten. Die AD HOC Gruppe, die im Bereich Facility Management und Immobilienbewirtschaftung tätig ist, sieht in der Übernahme eine strategische Erweiterung ihres Dienstleistungsportfolios. „Wir brauchen qualifizierte Handwerker für unsere Objekte. Mit dieser Übernahme gewinnen wir nicht nur Expertise, sondern retten auch wertvolle Arbeitsplätze“, sagte ein Sprecher des Unternehmens.

Die Integration der Mitarbeiter aus Sachsen in das Thüringer Unternehmen soll schrittweise erfolgen. Die Produktionsstätte in Chemnitz bleibt zunächst bestehen, langfristig ist jedoch eine enge Kooperation mit den Standorten in Gera und Altenburg geplant. Die Gewerkschaft IG Bau begrüßte die Übernahme und nannte sie „ein positives Signal für die regionale Zusammenarbeit über die Bundeslandgrenzen hinweg“.

Quellen: MDR – Nachrichten