Angesichts der rekordtiefen Wasserstände der Donau hat Rumänien eine ungewöhnliche Maßnahme ergriffen, um die Energieversorgung zu sichern. Am 3. August 2026 sprengte die rumänische Marine kontrolliert einen Felsen im Donaustrom, um den Wasserfluss zum Kernkraftwerk Cernavoda zu erhöhen. Das AKW, das letzte funktionierende Atomkraftwerk des Landes, war durch die Dürre und den damit verbundenen Rückgang des Wasserstands in Gefahr, seine Kühlwasserzufuhr zu verlieren.
Die Sprengung soll nicht nur dazu beitragen, die Betriebskapazität des Kraftwerks aufrechtzuerhalten, sondern auch der Schifffahrt auf der Donau zugutekommen. Rumänien sowie die angrenzenden Länder Ungarn und Serbien sehen sich in diesen trockenen Monaten mit einer Energiekrise konfrontiert, die auch zu Aufrufen zum Stromsparen führt. Die Situation hat bereits zu einer Reduzierung der Stromproduktion in mehreren Atomkraftwerken geführt, und die Behörden sind gezwungen, Maßnahmen zu ergreifen, um die Energieversorgung zu sichern.
Die Rumänische Nuclearelectrica hat zudem begonnen, Strom aus der Ukraine zu importieren, um die Lücken in der Energieversorgung zu schließen. Die Dürre stellt nicht nur eine Herausforderung für die Energieproduktion, sondern auch für die Wasserversorgung in der Region dar. Die Regierung prüft weitere Maßnahmen, um die Auswirkungen der extremen Wetterbedingungen zu mildern und die Energieversorgung langfristig zu sichern.
Quellen: Spiegel Online, ARD Tagesschau