Die Gemeinde Bad Bayersoien im südlichen Oberbayern steht unter Druck durch die anhaltende Dürre. Aufgrund sinkender Grundwasserspiegel kann das örtliche Wasserwerk nicht mehr ausreichend Trinkwasser bereitstellen. Seit mehreren Tagen versorgen daher Tankwagen die Haushalte – ein Szenario, das sonst eher aus trockenen Regionen der Welt bekannt ist.
Der Tankwagen, der normalerweise Milch von den Bauernhöfen abholt, wurde kurzerhand umfunktioniert und transportiert nun täglich große Mengen Trinkwasser aus benachbarten Ortschaften. Die Behörden betonen, dass die Versorgung gesichert sei, doch die Situation bleibe angespannt. Bürgermeister und Wasserwerksmitarbeiter appellieren an die Bevölkerung, Wasser zu sparen, insbesondere beim Gießen von Gärten oder Waschen von Fahrzeugen.
Bad Bayersoien liegt mitten im scheinbar immergrünen Alpenvorland – doch auch hier macht sich der Klimawandel bemerkbar. Meteorologen warnen vor langfristigen Veränderungen im Wasserkreislauf, die selbst in traditionell wasserreichen Regionen wie Bayern zu Engpässen führen können. Experten fordern deshalb frühzeitige Anpassungsstrategien, darunter neue Speichermöglichkeiten und effizientere Nutzung des Ressourcenguts Wasser.
Quellen: Süddeutsche Zeitung