Potsdamer Trauer um Ex-Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye

Die Stadt Potsdam trauert um einen herausragenden Vertreter der politischen Kommunikation: Uwe-Karsten Heye, ehemaliger Regierungssprecher und enger Vertrauter von Bundeskanzler Gerhard Schröder, ist am Sonntag im Alter von 85 Jahren verstorben. Heye, der 2006 nach Potsdam gezogen war, galt als eine prägende Figur der deutschen Medien- und Politiklandschaft.

Bekannt wurde Heye zunächst als Journalist, später als Berater und Sprecher von Bundeskanzler Gerhard Schröder. Er war maßgeblich an der Entwicklung der modernen Regierungskommunikation beteiligt und hatte zuvor bereits für Willy Brandt gearbeitet. Sein Engagement reichte weit über die Politik hinaus: In Potsdam engagierte er sich aktiv gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus und setzte sich für demokratische Werte ein.

Die Reaktionen auf seinen Tod fallen überwältigend aus. Die SPD Brandenburg würdigte Heye als „Vorbild für politische Integrität und zivilgesellschaftliches Engagement“. Auch aus der Medienbranche kommen zahlreiche Würdigungen. Kollegen beschreiben ihn als klugen, eloquenten und stets respektvollen Gesprächspartner, der die Kunst der politischen Kommunikation wie kaum ein anderer beherrschte.

Heye hinterlässt nicht nur eine bedeutende berufliche Spur, sondern auch eine starke lokale Verbindung zur brandenburgischen Landeshauptstadt. Sein Engagement in Potsdam hat Spuren hinterlassen – sei es in der Bildungsarbeit, im Diskurs über Demokratie oder im kulturellen Leben. Die Stadt verliert mit ihm eine herausragende Persönlichkeit, die bis zuletzt für Aufklärung und Toleranz eintrat.

Quellen: Der Tagesspiegel